Hochmotiviert planten wir unsere Tour in Richtung Lüneburger Heide für den 2. April, und plötzlich standen 130 km vor uns. Viel loser Untergrund, aber auch etwas Asphalt lag vor uns. Wohl wissend, dass wir auf dieser Tour sicher Hunger haben werden und die einzigen offenen Läden (Supermärkte) wegen der Osterfeiertage völlig überfüllt sein würden, habe ich am Vortag kleine Pizzabrötchen zum Mitnehmen gebacken. Nichts ist schlimmer, als unterwegs Hunger zu haben. Ich mag einfach vorbereitet sein.

So begannen wir am Samstagmorgen nach dem Frühstück bei etwa 2° Celsius gegen 8:30 Uhr unseren Tag.

Wir fuhren durch die Hafencity – ziemlich entspannt an diesem Morgen, denn ein großer Teil der Straßen war abgesperrt und überall standen Sicherheitskräfte herum. Angeblich fand hier ein Filmdreh statt, von dem wir nichts gesehen haben, aber viele Leute haben die Chance genutzt, hier für YouTube oder für Tik Tok zu drehen – wer weiß.

Leider gibt es hier kaum Bilder vom Rest der Strecke. Wie Björn (immer wieder) erwähnte, tat ihm jedes einzelne Körperteil weh, und jeder kleine Hügel, den wir erklimmen mussten, zehrte an unserer Energie, und ich träumte schon von einem leckeren Essen auf der Couch zu Hause. Wir fuhren weiter, um schnell nach Hause zu kommen.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren wir mehr am Meckern als am Genießen der Umgebung und der schönen Natur. Aber manchmal ist das eben so. Wir sind sehr ehrgeizig an die Strecke herangegangen, wohl wissend, dass wir schon lange nicht mehr so viele Kilometer am Stück gefahren sind. Wahrscheinlich haben wir auch die knapp 800 Höhenmeter direkt gespürt. Wir sind eben echte Flachlandmenschen.

Insgesamt hatten wir 7 ½ Stunden Fahrtzeit und waren etwas mehr als 10 Stunden auf der Straße.  Trotzdem war diese Strecke schön und auf jeden Fall lohnenswert. Wir werden sie auf jeden Fall wieder fahren.

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